Träger der Kinder- und Jugendhilfe

tiergestützte Pädagogik

Ampfurther Straße 34 • 39387 Schermcke • Telefon: 039407 93524
Mail: s.domagala@heimverbund-mittendrin.de



Svenja Domagala
Bachelor Soziale Arbeit

tiergestützte Pädagogik

Was ist ein Therapiebegleithund?

Ein Therapiebegleithund ist ein speziell ausgebildeter Hund, welcher im Rahmen der tiergestützten Therapie beispielsweise im sozialen oder pädagogischen Bereich zum Einsatz kommt. Der Schwerpunkt dieser Therapieform liegt in der gezielten Einwirkung auf bestimmte Persönlichkeits- und Leistungsbereiche, der Verarbeitung von Erlebnissen, der Lösung von emotionalen Blockaden und der Reduzierung sozialer Ängste. Der Hund ist demzufolge ein Therapiehelfer auf vier Pfoten, der medizinisches, soziales oder pädagogisches Fachpersonal beim Erreichen des therapeutischen Zieles unterstützt und begleitet.

Der Therapiebegleithund gibt dazu Anlass, miteinander ins Gespräch zu kommen und sich auszutauschen. Durch Blickkontakt, Streicheln oder Lächeln tritt der Klient/die Klientin in eine Beziehung mit dem Hund.

Studien beweisen, dass allein schon die zeitweilige Anwesenheit eines Hundes folgendes bewirken kann:

  • Auffälligkeiten reduzieren sich
  • Sozialkontakte werden gefördert
  • Geräuschpegel sinkt, durch Rücksichtnahme auf den Hund
  • Pflegen der Psychohygiene durch beruhigende Wirkung des Hundes
  • ,,Außenseiter“ können aus ihrer Isolation geholt werden

Durch professionelle Anleitung des Hundeführers/der Hundeführerin werden Interaktionen in der Kleingruppe oder in Form der Einzelförderung/Einzelfallhilfe gestaltet.

Dies ermöglicht dem Kind/den Kindern:

  • Erfahrungen im Umgang mit Hunden zu sammeln
  • Wissen über diese Tierart vermittelt zu bekommen
  • einen anderen Zugang zum Lernen zu erhalten
  • eine Förderung auf der physischen (visuelle, auditive, taktile Wahrnehmung), psychischen (Vertrauen, Selbstwertgefühl, Verantwortungsbewusstsein, kooperatives Verhalten) und kognitiven (Ausdauer, Lernbereitschaft, Sprachfähigkeit) Ebene

Insgesamt steigert sich die Empathiefähigkeit, da die Kinder im direkten Kontakt mit dem Hund eine Rückkoppelung ihres Verhaltens erhalten. Das Tier orientiert sich ausschließlich an der Authentizität und der sozialen Kompetenz des Menschen, dadurch sind bspw. Schulnoten, Herkunft, Aussehen, Behinderung usw. bedeutungslos.