Träger der Kinder- und Jugendhilfe

TWG Intensivprojekt für Jungen mit sex. grenzverletzendem Verhalten „Lions"

39387 Oschersleben • Telefon: 0391 40821910 • FAX 0391 40821929
Mail: lions@heimverbund-mittendrin.de
Mail: s.klein@heimverbund-mittendrin.de

Aufnahmeanfrage


Koordinator / Teamleitung
Willi Ludwig

B.A. für Sozialwissenschaften
Sexualpädagoge i.A.
Fachkraft für die sozialpädagogische Arbeit mit Kindern und Jugendlichen mit sexualisiert grenzverletzendem Verhalten

Gesetzliche Grundlage:
§§ 27, 34, 35a, SGB VIII KJHG

Betreuungsintensität:
1 : 1
24 Std. täglich, ganzjährig

Ziel:
Die therapeutische Intensivgruppe bietet den Jungen einen geschützten Rahmen und individuell differenzierte Angebote zu ihrer individuellen Entwicklung und zur Bearbeitung ihrer Probleme. Ziel der therapeutischen und sexual-pädagogischen und pädagogischen Arbeit der Gruppe ist es, das sexuell grenzverletzende Verhalten zu stoppen, eine Chronifizierung des sexuell devianten Verhaltens zu verhindern und eine sozial angemessene selbstbestimmte Sexualität zu fördern. Gleichfalls steht die individuelle Persönlichkeitsentwicklung der Jungen im Mittelpunkt des pädagogischen Geschehens.

Zielgruppe / Platzkapazität:
Therapeutische Intensivgruppe mit 7 Plätzen für Jungen im Aufnahmealter vom 6. bis zum vollendeten 12. Lebensjahr, die erstrangig wegen sexuell grenzverletzenden Verhaltensweisen auffällig geworden sind.

Ausschlusskriterien:
Völlige Verleugnung des Delikts, die im Aufnahmeverfahren nicht verändert werden kann
Verweigerung der Mitarbeit
Geistige Behinderungen
Sucht (Alkohol, Drogen, Nikotin)

Alltagsgeschehen / pädagogische Ziele:
Die Gruppenpädagogik in der Intensivgruppe unterscheidet sich in zentralen Merkmalen von anderen Wohngruppen durch: Die homogene Zusammensetzung in Bezug auf eine gemeinsame Verhaltensauffälligkeit der Jungen, die dokumentierten sexuellen Grenzverletzungen, den intensiv strukturierten Gruppenalltag und eine Betreuungsintensität, die erhöhte Sicherheit und Kontrolle ermöglicht.
In der Intensivgruppe lernen die Kinder eine konstruktive, also nicht grenzverletzende Sexualität, zu leben. Sexuell grenzverletzende Verhaltensweisen (z.B. sexualisierte Sprache und Gesten, unerlaubter Körperkontakt) werden unterbrochen und korrigiert und alternative Verhaltensweisen aufgezeigt. Konstruktive und altersangemessene sexuelle Erfahrungen (körperliche Nähe, erste Beziehungen mit Mädchen oder Jungen) werden begleitet. Die Jungen sollen verstehen, dass altersgemäße Sexualität ein positiver Bestandteil des normalen Lebens ist. Weitere pädagogische Ziele sind: Selbstwertentwicklung, Stabilisierung der Lebenssituation, Mobilisierung von Ressourcen, Auf-und Ausbau von Sozialkompetenzen, Aufbau und Stärkung von Selbstvertrauen, Selbstachtung und Lebensperspektiven sowie Gewöhnung an regelmäßige Tages-und Wochenabläufe.

Weitere Leistungen als Bestandteil der Grundleistungen:
Interne Therapie: Kinder- und Jugendpsychologie / VT
Lerntherapie LRS / Legasthenie / Dyskalkulie
Externe deliktbezogene Gruppentherapie / Anamnese
(Reit- und Bewegungs- sowie Entspannungstherapie)
Gruppen- und Erlebnisreisen
Umfangreiche individuelle Elternarbeit

Individuelle Sonderleistungen:
Ferienreisen
Beschulung in interner Lerntherapeutischen Fördereinrichtung

Personelle Struktur:
8 Mitarbeiter (4 davon Fachkraft für die sozialpädagogische Arbeit mit Kindern und Jugendlichen mit sexualisiert grenzverletzendem Verhalten)
1 Kinderschutzfachkraft für die sozialpädagogische Arbeit mit Kindern und Jugendlichen mit sexualisiert grenzverletzendem Verhalten)
1 MA Rehabilitationspsychologie
2 BA Soziale Arbeit
2 Studenten BA Soziale Arbeit
2 staatlich anerkannte Erzieher